Komplettlösungen für Ihre Heizungsmodernisierung
Luft-Wasser-Wärmepumpen extrahieren Energie aus der Umgebungsluft und wandeln sie in Heizwärme um. Das Funktionsprinzip basiert auf einem thermodynamischen Kreislauf, bei dem ein Kältemittel verdampft, komprimiert wird und dabei Wärme abgibt.
Moderne Geräte arbeiten auch bei Außentemperaturen von -20°C effizient. Die Jahresarbeitszahl liegt typischerweise zwischen 3,5 und 4,5 – das bedeutet, aus einer Kilowattstunde Strom werden 3,5 bis 4,5 Kilowattstunden Heizwärme erzeugt.
Voraussetzungen: Eine gute Gebäudedämmung und ein Niedertemperatur-Heizsystem wie Fußbodenheizung optimieren die Effizienz. Bei Bestandsgebäuden mit Heizkörpern ist eine individuelle Prüfung erforderlich.
Solarkollektoren auf dem Dach absorbieren Sonnenstrahlung und übertragen die Wärme auf eine Trägerflüssigkeit. Diese zirkuliert zwischen Kollektor und Pufferspeicher, wo die Energie für Heizung und Warmwasser gespeichert wird.
Selbst an bewölkten Tagen erzeugen moderne Vakuumröhrenkollektoren verwertbare Wärme. In den Sommermonaten kann der gesamte Warmwasserbedarf solar gedeckt werden, in der Übergangszeit unterstützt die Anlage die Heizung.
Eine 6 m² große Anlage mit 300-Liter-Speicher deckt bei einem Vier-Personen-Haushalt rund 60% des Warmwasserbedarfs über das Jahr.
Holzpellets werden aus Sägeresten gepresst und liefern einen standardisierten, CO2-neutralen Brennstoff. Moderne Pelletkessel beschicken sich automatisch aus einem Lagerraum oder Silo, die Asche muss nur wenige Male pro Jahr entfernt werden.
Der Brennstoff wird in Deutschland produziert, die Preise sind seit Jahren stabil und deutlich günstiger als Heizöl. Der Wirkungsgrad liegt bei über 90%, die Emissionswerte erfüllen strengste Umweltauflagen.
Ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche benötigt etwa 4 Tonnen Pellets pro Jahr – das entspricht einem Lagervolumen von rund 6 m³.
Gas-Brennwertgeräte kühlen die Abgase so weit ab, dass der enthaltene Wasserdampf kondensiert und die dabei freigesetzte Energie zusätzlich genutzt wird. Dadurch erreichen sie Wirkungsgrade von bis zu 98% – bezogen auf den Heizwert des Gases.
Diese Technik ist ausgereift, platzsparend und vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Für Bestandsgebäude mit bestehendem Gasanschluss bleibt sie eine praktikable Lösung, insbesondere wenn langfristig ein Wechsel auf Wasserstoff oder Biogas möglich wird.
Moderne Geräte sind modulierend regelbar und passen ihre Leistung automatisch an den aktuellen Bedarf an.
Ein Hybridsystem kombiniert Wärmepumpe und Gas-Brennwerttherme in einem intelligenten Verbund. Ein Steuergerät entscheidet anhand der Außentemperatur und der Strompreise, welches System gerade effizienter arbeitet.
An milden Tagen läuft ausschließlich die Wärmepumpe, bei Temperaturen unter dem Bivalenzpunkt schaltet das Gas-Brennwertgerät zu. So werden die Vorteile beider Technologien optimal genutzt.
Diese Lösung eignet sich besonders für Bestandsgebäude, bei denen die Dämmung oder Heizkörper nicht ideal für eine reine Wärmepumpe sind.
Flächenheizungen verteilen Wärmerohre unter dem gesamten Fußboden. Durch die große Heizfläche genügen Vorlauftemperaturen von 30-35°C – ideal für Wärmepumpen, die bei niedrigen Temperaturen am effizientesten arbeiten.
Die Wärme steigt gleichmäßig vom Boden auf und erzeugt ein behagliches Raumklima ohne Zugerscheinungen. Staubaufwirbelungen durch Heizkörperkonvektion entfallen, was Allergikern zugutekommt.
Die Installation erfolgt im Estrich oder als Trockenbausystem. Bei Modernisierungen können auch Dünnschichtsysteme mit geringer Aufbauhöhe eingesetzt werden.